Nora Luttmer – Der letzte Tiger

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Dieses Buch ist genau richtig, wenn man eine kurzweilige Einführung in den vietnamesischen Kulturkreis haben möchte. Es werden natürlich nicht alle Aspekte des Lebens beleuchtet, aber für den Anfang reicht es. Nora Luttmer ist auch eine Expertin und kennt sich in Vietnam aus. Sie schreibt aus Vietnam für den europäischen Leser.
Der Hauptakteur ist Kommissar Ly, der in Hanoi lebt und ermittelt. In diesem Fall ist er sehr persönlich betroffen: sein Freund ist zu Tode gekommen. Aber es sieht zunächst wie ein Unfall aus und das ist ziemlich unspektakulär. Zunächst glaubt auch nur der Kommissar an ein Verbrechen und sein Vorgesetzter will ihn nicht ermitteln lassen, zumal der Verkehrsunfall  mit einem Tiger auf dem Rücksitz viel medienwirksamer ist. Aber letztlich kann Ly beide Fälle aufklären und kommt dabei einer Bande von Schmugglern auf die Schliche, die den Handel mit bedrohten Tieren ganz groß aufgezogen haben. Die Thematik ist sehr aktuell und  betrifft nicht nur Vietnam, da in Asien bestimmten Tieren bzw. Teilen von ihnen starke Heilkräfte zugesprochen werden. Nora Luttmer – Der letzte Tiger weiterlesen

Harald Gilbers – Endzeit (Kommissar Oppenheimer)

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Es geht weiter mit Kommissar Oppenheimer! Am Ende des Buches bekommt er sogar eine Anfrage, ob er nicht wieder in den Polizeidienst eintreten möchte. Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg.

Berlin in den letzten Tagen des Krieges und den ersten des Friedens. Es ist heute schwer vorstellbar, wie die Stadt in dieser Zeit aussah, was sich dort abspielte. Die Menschen mussten ums nackte Überleben kämpfen, ständig auf der Suche nach Nahrung und einem halbwegs sicheren Dach über dem Kopf.

All das schildert Harald Gilbers in „Endzeit“, seinem neuen 2017 erschienenen Krimi. Das Buch ist wie gewohnt akribisch recherchiert und die Ereignisse so eindringlich geschildert, dass im Kopf des Lesers ein genaues Bild zerstörter Häuser, eingestürzter U-Bahntunnel und verzweifelt umherirrender Menschen entsteht. Harald Gilbers – Endzeit (Kommissar Oppenheimer) weiterlesen

Norbert Horst – Kaltes Land

Norbert Horst ist ein schreibender Polizist und er schreibt, wovon er Ahnung hat! In  „Kaltes Land“ erzählt er eine spannende Krimi-Story, die in der jüngsten Geschichte spielt,  aus der Sicht eines Polizisten.

Dortmund 2016. Hier ist der Arbeitsplatz von Steiger, der Hauptperson des Buches. Er ist Polizist mit Leib und Seele, der für Gerechtigkeit kämpft, besonders für die Schwachen. Aber gerade daran kann er manchmal verzweifeln.

Die Story:  Junge Menschen werden auf ihrer verzweifelten Suche nach einem besseren Leben ausgenutzt, um als Drogenkuriere, Waffenschmuggler, Prostituierte zu arbeiten. Norbert Horst – Kaltes Land weiterlesen

Susanne Goga – Nachts am Askanischen Platz

Ich habe das Buch innerhalb von wenigen Tagen gelesen, wie auch schon alle fünf anderen Teile. Susanne Goga ist mit der neuen Folge um den Berliner Oberkommissar Leo Wechsler wieder ein sehr spannender Kriminalroman gelungen.

„Nachts am Askanischen Platz“ spielt im Jahre 1928. Die Autorin hat wie immer akribisch recherchiert, das Buch in einer sehr lebendigen Sprache geschrieben und das Berlin der 20er Jahre mit seinen vielen Facetten auferstehen lassen. Vor dem geistigen Auge des Lesers entsteht praktisch die damalige Zeit. Susanne Goga – Nachts am Askanischen Platz weiterlesen

Wie macht man Paddington Marmelade?

Ich mag die Filme um den Bären sehr, er ist so warm und zu Herzen gehend. Ein ganz toller Familienfilm.  Und die bärige Marmelade, Paddington Marmelade, hat auch eine wichtige Rolle gespielt. Man konnte  förmlich riechen und schmecken, wie lecker und süß sie ist.

Paddington hat immer ein Sandwich mit Orangenmarmelade dabei, für den Notfall. Solch ein Sandwich schmeckt bestimmt auch zum Frühstück und ist kein schlechter Start in den Tag. Die Farbe der Marmelade lässt dann jeden Tag auf ein sonniges Erlebnis hoffen.

Aber wie kann man sie machen, was ist da alles drin? Wo gibt es das Original-Rezept? Wie macht man Paddington Marmelade? weiterlesen

Was soll man mit dem Eiweiß machen? Resteverwertung

Was mache ich mit dem Rest Eiweiß? Bei den Engels- und Teufelsaugen ist das Problem auch aufgetreten: für das Rezept wird nur Eigelb benötigt. Eine Resteverwertung für das Eiweiß muss her. Diese Eiweißverwertung soll ein Geschmackserlebnis werden.

Ein paar Tage kann man das Eiweiß, auch  Eiklar genannt, im Kühlschrank aufbewahren, aber was dann damit tun? Rührei ohne Eigelb? Vielleicht. Ich habe allerdings eine bessere Möglichkeit.

Im letzten Beitrag hatte ich es ja schon geschrieben, aber hier nochmal extra: Makronen.

Das sind Häufchen von geschlagenem Eischnee auf einer Backoblate. Man kann sie auch einfach auf Backpapier machen, ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass sich die Makronen schlecht vom Papier lösen. Mit Backoblaten entsteht dieses Problem nicht, die werden einfach aufgegessen. Was soll man mit dem Eiweiß machen? Resteverwertung weiterlesen

Engelsaugen, Teufelsaugen und Makronen (drei verschiedene Kekse)

Engelsaugen sind nicht nur Weihnachten sehr lecker. Diese Kekse sind bei uns schon seit Jahren Standard. Aber es muss auch jedes Jahr etwas Neues her. Und so habe ich die Füllung dieses Jahr nicht nur mit Johannisbeergelee gemacht, sondern auch aus Schokolade. Das ist natürlich nicht neu in der Weihnachtskeksbäckerei, aber für uns es ist sehr lecker. Die Schokovariante habe ich „Teufelsaugen“ getauft.

Hier ist das Rezept für ca 70 Kekse, die Hälfte gefüllt mit Johannisbeergelee, die andere Hälfte mit Zartbitterschokolade. Engelsaugen, Teufelsaugen und Makronen (drei verschiedene Kekse) weiterlesen

Kann man Gans erst kochen und dann braten?

Die Frage kann ich mit „ja“ beantworten. Ich habe es jetzt ausprobiert und es ist einfach lecker. Zur Probe habe ich erstmal nicht eine ganze Gans, sondern nur zwei  Keulen zubereitet.

Nachdem ich einmal eine Gans geschmort hatte, fand meine Familie, sie sei zu zäh und trocken. Deshalb sind wir bei Ente geblieben, die ist aromatisch und sehr zart. Allerdings wollte ich auch mal so eine Weihnachtsgans, von der andere Leute immer so schwärmen.

Ich habe schon öfter in Foren und auch von Sterneköchen von der Methode gehört und gelesen, das Geflügel erst zu kochen und dann in den Backofen zu schieben. Die Rezepte selber habe ich nicht so genau studiert, deshalb habe ich beschlossen, die Gans nach Gefühl zuzubereiten. Kann man Gans erst kochen und dann braten? weiterlesen

Qiu Xiaolong – Die Frau mit dem roten Herzen

„Die Frau mit dem roten Herzen“ heißt der zweite Band von Qiu Xiaolong. Wieder ist Kommissar Chen in und um Shanghai aktiv.
Chen ist mir schon sehr ans Herz gewachsen und ich habe kurz nach dem ersten Teil gleich auch den zweiten gelesen. Es ist erstaunlich, was man hier alles über China und Shanghai erfahren kann, ohne dass es wie ein Lehrbuch erscheint.
Dieses so ferne fremde Land wird durch Qiu Xiaolong dem Leser sehr liebenswürdig nähergebracht und durch die Verbindung mit der Geschichte dieses Landes lernt man, die Menschen ein klein wenig besser zu verstehen.
So geht es auch Catherine Rohn, die im Auftrag der US-Regierung in Shanghai weilt. Sie hat das große Glück, dass sich Chen in allerhöchstem Auftrag um sie kümmern soll. Chaterine hat zwar Sinologie studiert, aber China kennt sie bisher nur theoretisch und aus ihren Lehrbüchern. Die Praxis ist für sie dann doch manchmal ein Schock. Qiu Xiaolong – Die Frau mit dem roten Herzen weiterlesen

Qiu Xiaolong – Tod einer roten Heldin

Das Buch von Qiu Xiaolong ist 2003 erschienen und spielt im China des Jahres 1990. Es ist also eine spannungsgeladene Zeit und diese spiegelt sich  anschaulich in „Tod einer roten Heldin“ wider. Es ist eine Studie des Alltagslebens Shanghais und des Übergangs von der sozialistischen Planwirtschaft zur freien Marktwirtschaft. Die Politik wird allerdings immer noch von alten Kadern beherrscht, Vetternwirtschaft und Korruption sind an der Tagesordnung. Qiu Xiaolong – Tod einer roten Heldin weiterlesen