Kann man Gans erst kochen und dann braten?

Die Frage kann ich mit „ja“ beantworten. Ich habe es jetzt ausprobiert und es ist einfach lecker. Zur Probe habe ich erstmal nicht eine ganze Gans, sondern nur zwei  Keulen zubereitet.

Nachdem ich einmal eine Gans geschmort hatte, fand meine Familie, sie sei zu zäh und trocken. Deshalb sind wir bei Ente geblieben, die ist aromatisch und sehr zart. Allerdings wollte ich auch mal so eine Weihnachtsgans, von der andere Leute immer so schwärmen.

Ich habe schon öfter in Foren und auch von Sterneköchen von der Methode gehört und gelesen, das Geflügel erst zu kochen und dann in den Backofen zu schieben. Die Rezepte selber habe ich nicht so genau studiert, deshalb habe ich beschlossen, die Gans nach Gefühl zuzubereiten.

Hier sind also die Zutaten ohne Mengenangabe:

  • Gänsekeulen
  • Wasser
  • Salz
  • Lorbeerblatt
  • Apfel
  • Orangensaft
  • Lebkuchen
  • Johannisbeergelee
  • Pfeffer
  • Honig

Die vier ersten Zutaten in einem Topf zum Kochen bringen und ca 2 Stunden vor sich hin köcheln lassen. Dann die Keulen am besten über Nacht erkalten lassen. So kann man einen Teil des Fettes ganz bequem abschöpfen. Das kann man auch weiterverwenden, schmeckt sicherlich im Rotkohl sehr köstlich.

Die Keulen habe ich am nächsten Tag auf eine Grillpfanne gelegt und im  Backofen bei ca 200°C gebräunt, mit Pfeffer gewürzt und kurz vor Ende der Garzeit mit Honig eingepinselt.

Aus dem Kochfond habe ich die Soße zubereitet, den geschälten und geraspelten Apfel, ein bisschen Orangensaft, 2 Lebkuchen ohne Schokoüberzug zugegeben und  ca 20 min leicht vor sich hin kochen lassen, dann das Johannisbeergelee eingerührt und das Ganze püriert. Jetzt noch abschmecken. Wenn die Soße zu flüssig ist, ein bisschen Mehl mit einer Gabel in ein Stückchen Butter einarbeiten und mit einem Schneebesen in die Soße rühren. Alles schön anrichten.

Dazu natürlich Rotkohl, den gab es bei meinem Experiment nicht, aber sonst natürlich immer zu Ente und Gans. Kartoffeln oder Klöße.

Fertig! Und es geht!! Die Gans wird wunderbar zart, wenn ich sie erst koche und dann erst in den Ofen schiebe. Leider habe ich nicht solch einen großen Topf, um eine ganze Gans zu kochen. Bei den Gewürzen kann man natürlich auch noch verschiedene Sachen ausprobieren, Thymian ist auch sehr schmackhaft zu Gans.

Ich freue mich schon auf Weihnachten!

 

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