Mario Lima – Barco Negro

https://www.mario-lima.com/

Das Buch habe ich gleich nach „Im Dunkel Berlins“ von Manfred Lührs in meiner Buchhandlung bestellt. Es ist vom gleichen Autor, nur ein anderes Pseudonym, Mario Lima.

Schon das Buchcover ist toll, ein Portugalroman ohne Sonne. Aber das Buch braucht auch keine Sonnenbilder, dass dort die Sonne mehr scheint als bei mir vor der Haustür, weiß ich auch so.

Es ist ein schnörkelloser Krimi aus Portugal, über das Land gibt es keine seitenlangen Abhandlungen, sondern das Wissen darüber steckt in jedem Absatz.

Ein Ehepaar, das sehr zurückgezogen lebte, wird ermordet aufgefunden. Zunächst stehen alle vor einem Rätsel, es gibt auf den ersten Blick kein Motiv, beide waren nicht reich, hatten wohl auch keine Feinde.

Und so wird der Leser mitgenommen in den beschwerlichen Polizeialltag. Es fügt sich sehr langsam Teilchen an Teilchen und manchmal haben die Ermittler einfach Glück und entdecken zufällig neue Details.

Aber keine Angst, es ist niemals langweilig beim Lesen, das Buch ist ruckzuck durchgeschmökert.

Das Ermittlerteam ist sehr sympathisch: Der behäbige Chefinspektor Fonseca, sein ein bisschen eitler Assistent und Ana Christina, gerade von der Polizeihochschule gekommen und im Moment sehr verliebt. Die Beschreibung ihrer Charaktere erfolgt mit viel Tiefgang, aber es wird nicht alles über sie preisgegeben, so dass auch für die hoffentlich nachfolgenden Teile noch viel Interessantes übrigbleibt.

Auf jeden Fall sollte man die Website Mario Limas besuchen, die ist sehr interessant. Dort gibt es auch eine Aufnahme des Fados „Barco Negro“. Diese Lieder sind so portugaltypisch und es macht den Roman noch verständlicher.

Auch das Interview mit „Leserkanone“  mit Mario Lima ist sehr aufschlussreich,  darin ist zu lesen, dass es eine Fortsetzung der Reihe mit dem Chefinspektor Fonseca gibt. Juchu!!!

Ich kann den Krimi sehr empfehlen, er hat mir dieses bis dahin sehr unbekannte Land Portugal ein bisschen näher gebracht.


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