Mojo rojo

Urlaub im Herbst auf Teneriffa. Nochmal richtig Sonne tanken vor der dunklen Jahreszeit. Ich war das erste Mal dort und war begeistert: Sonne, Blüten, Duft, der Teide. Zurückzufahren fiel mir schon sehr schwer.

Um noch ein bisschen Urlaubsgefühl zu behalten, habe ich gleich am ersten Tag im gar nicht soo kalten, sonnigen Deutschland ein canarisch angehauchtes Essen gekocht. „Angehaucht“, weil es sicher alle Spanier spanischer, authentischer machen würden, aber Familie und Co. waren gegeistert.

Auf Deutsch: Schrumpelkartoffeln und rote Soße.

Auf Spanisch: Papas arrugadas mit Mojo rojo.

Dazu einfach ein Hühnchen im Ofen gegrillt und einen Tomatensalat. Das geht alles sehr schnell und einfach.

Halbfestkochende oder festkochende kleine bis mittlere Kartoffeln gründlich abbürsten, gut mit heißem Wasser im Topf bedecken und dann soviel Salz zufügen  bis die Kartoffeln schwimmen. Dann kochen, am besten im offenen Topf, damit das Wasser verdunsten kann. Oder normal kochen, wenn die Kartoffeln gar sind, das Wasser bis auf einen kleine Rest abgießen und den Topf zurück auf den Herd stellen und das übrige Wasser verdampfen lassen. Die Kartoffeln sollten jetzt ein bisschen runzlig sein und eine weißliche salzige Kruste haben. Bei uns sahen sie aus wie auf Teneriffa.

Die Soße ist auch ganz schnell gemacht, obwohl sie ganz canarisch mindestens einen Tag im  Kühlschrank durchziehen soll. Das geht bei uns Naschkatzen ganz schlecht.

Hier habe ich keine Mengenangaben, da man immer Schärfe oder Säure nach eigenem Geschmack dazugeben sollte, also mit wenig Paprika und Essig anfangen und nach Geschmack steigern. Das Gleiche gilt für Knoblauch. Ich habe für eine rote Paprika zwei Zehen genommen, aber wie gesagt, mit wenig anfangen, mehr kann man immer noch dazugeben.

Meine Mojo rojo besteht aus :

  • roter Paprika (spitze sind am süßesten)
  • Knoblauch
  • getrockneten Tomaten
  • Balsamico (anfangen mit einem Eßl., mir hat es so gereicht)
  • Olivenöl
  • Kreuzkümmel (eine Prise)
  • Salz, Chili (Cayennepfeffer)

Alle Zutaten pürieren.  Man kann dann noch etwas Tomatenmark zugeben, das dickt die Soße an.

Die Runzelkartoffeln und die rote Soße sind wie füreinander gemacht, man braucht dazu nichts weiter!

Diese Sauce schmeckt auch sehr gut, falls man mal keine Lust auf Selbermachen hat.

2 thoughts on “Mojo rojo”

  1. Hallo Karin, ja, so mache ich das auch. Nur die getrockneten Tomaten waren neu, ich hab es ausprobiert, ein super Tipp. Vielen Dank.
    Rosi

    1. Hallo Rosi, gerade habe ich wieder Mojo rojo zum Grillen gemacht. Ich hoffe, du genießt auch den Sommer.
      Viel Sonne wünsche ich dir.
      Karin

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